Landwirtschaft

Landwirtschaft

Kurz notiert

Der Bau einer Erdgasfernleitung nimmt landwirtschaftliche Flächen in Anspruch. Daher sind Landwirte für uns wichtige Partner. Um Sie – aber auch alle anderen an landwirtschaftlichen Themen interessierten Bürgerinnen und Bürger – umfassend über die Zusammenhänge zwischen Leitungsbau und Landwirtschaft zu informieren, haben wir eine Reihe von häufigen Fragen und Antworten zusammengestellt.

Information zur Rahmenregelung mit den Landwirtschaftsverbänden

Zur Pressemitteilung

 


Erhalt ökologisch und landwirtschaftlich wertvoller Bereiche

Fachleute der Open Grid Europe für Naturschutz, Forsten und Landwirtschaft sind vom ersten Moment an in die Planung einer neuen Trasse eingebunden. Ihre Erfahrung und Expertise sorgen dafür, dass die Eingriffe in die Natur und Landwirtschaft so gering wie möglich gehalten werden und gemeinsam mit den Trassenplanern eine umweltverträgliche Trassenführung gefunden wird.

Sofern die gesamträumliche Lage keine Umgehung hochsensibler Gebiete in Bezug auf die zu beachtenden Schutzgüter zulässt, stehen der Open Grid Europe eine Reihe von Maßnahmen zur Verfügung.

Schonung ökologisch sensibler Gebiete – Auszug unserer Maßnahmen

– Überwachung der Baumaßnahmen durch eine externe ökologische und bodenkundliche Baubegleitung

– Fachliche Baubegleitung durch landwirtschaftliche Sachverständige von Open Grid Europe

– Einsatz von Fahrzeugen und Maschinen mit bodenschonenden Kettenlaufwerken oder großvolumigen Niederdruckreifen

– Durchführungen aller Arbeiten bei geeigneter Witterung und Bodenverhältnissen

 

Häufige Fragen

 

1. Wann werden Eigentümer über eine mögliche Betroffenheit benachrichtigt?
 Eine tatsächliche Betroffenheit wird bei der Erarbeitung der Planfeststellungsunterlagen ermittelt. Die Eigentümer erhalten dann eine entsprechende Benachrichtigung von einem durch Open Grid Europe beauftragten Ingenieurbüro. Zudem erfolgt eine gesonderte Informationsveranstaltung, zu der alle betroffenen Eigentümer persönlich eingeladen werden. Diese findet voraussichtlich im Frühjahr 2017 statt.
2. Mit welchen Einschränkungen muss die Landwirtschaft rechnen?
Der Leitungsbau stellt eine vorübergehende Inanspruchnahme der Flächen durch den Arbeitsstreifen dar und dauert im Durchschnitt 3 bis 4 Monate. Open Grid Europe sorgt für eine Entschädigung der Grundstücksbesitzer und/oder Bewirtschafter. Die Bereiche beidseitig neben dem Arbeitsstreifen können weiterhin während der Bauphase genutzt werden. Im Anschluss zum Bau findet eine Rekultivierung der Bodenflächen statt, sodass keine bedeutenden Einschränkungen für die Nutzer mehr vorliegen.
3. Gibt es eine bewirtschaftungsfreie Zeit während der Bauphase? Wann sind die Flächen wieder nutzbar?
 Nach der Rekultivierung kann die Bewirtschaftung unmittelbar wieder aufgenommen werden. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit eine ein – oder mehrjährige Rekultivierung (tiefwurzelnde Zwischenfrucht) zu nutzen. Dadurch entstehende Kosten werden von der Open Grid Europe entschädigt.
4. Gibt es eine Flurentschädigung über mehrere Perioden hinweg?
Für Flurentschädigungen gilt, dass nach dem Bau der Erdgasfernleitung eine Erstschadensregulierung erfolgt. Zukünftige Folgeschäden können, falls diese in Einzelfällen vorhanden sein sollten, vom Bewirtschafter angemeldet werden. Es besteht alternativ die Möglichkeit, eine Entschädigung in Form einer einmaligen endgültigen Abfindung zu erhalten.
5. Warum wird auf freier Fläche ein Arbeitsstreifen von 34 m benötigt?
 Vor Beginn des Baus einer Gashochdruckleitung ist ein Arbeitsstreifen festzulegen, der den am Bau beteiligten Unternehmen zur Verfügung steht. Dabei sind Leitungsdurchmesser, der Art und Menge des Aushubs und der für den Bau notwendige Maschineneinsatz wesentliche Faktoren für seine Breite. Die gesetzlichen Vorgaben zur Unfallverhütung und Arbeitsvorschriften sind zwingend einzuhalten. Der Arbeitstreifen dient als Fahr- und Arbeitsspur, als Fläche für die temporäre Ablage der zu verschweißenden Rohre, als Raum für den Rohrgraben sowie als Lagerfläche für den humosen Oberboden und den Rohrgrabenaushub.
6. Ist die Zuwegung zu den landwirtschaftlichen Flächen während der Bauphase gewährleistet?
 Eine Zuwegung der Landwirte zu Ihren landwirtschaftlichen Flächen wird durch OGE sichergestellt. Die zwangsläufige Sperrung von Feldwegen aufgrund des Rohrgrabens und der Verlegung der Leitung wird im Vorfeld mit dem Pächter besprochen, um die Einschränkung so gering wie möglich zu halten. Bei unvermeidlichen Sperrungen beträgt die durchschnittliche Sperrdauer eines Weges ca. 1 bis 2 Tage.
7. Wie lange bleibt der Rohrgraben geöffnet?
 Es wird grundsätzlich eine kurze Offenhaltung des Rohrgrabens angestrebt, um die Einschränkung der Bewirtschafter so gering wie möglich zu halten. Im Durchschnitt beträgt die Zeit für einen Bauabschnitt für das Öffnen und Wiederverfüllen des Rohrgrabens ca. 7 bis 10 Arbeitstage (2 Wochen).
8. Wie tief ist die höchstzulässige landwirtschaftliche Bearbeitungstiefe innerhalb des Schutzstreifens?
 Bei einer Mindestüberdeckung von einem Meter beträgt die Bearbeitungstiefe des Feldes / des Ackers bis zu 80 cm und entspricht somit einer im Rahmen einer ordnungsgemäßen Landwirtschaft durchgeführten Tiefen- oder auch Fahrstreifenlockerung.

 

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