Raumordnerische Beurteilungen für Erdgasfernleitung ZEELINK liegen vor

Bezirksregierungen Köln, Düsseldorf und Münster sowie der Regionalverband Ruhr setzen wichtigen Meilenstein für die geplante Erdgasfernleitung

Die Notwendigkeit des ca. 215 km langen Erdgasfernleitungsprojektes ZEELINK und seine Bedeutung für die notwendige Umstellung von L-auf H-Gas stehen für die beteiligten Bezirksregierungen Köln, Düsseldorf und Münster sowie dem Regionalverband Ruhr außer Frage. Mit der Bekanntgabe der raumordnerischen Beurteilungen markieren die federführenden Bezirksre­gierungen Köln (Teilstück von Lichtenbusch nach St. Hubert, beteiligte Bezirks­regierungen Düsseldorf und Köln) und Münster (Teilstück von St. Hubert, nach Legden, beteiligte Bezirksregierungen Düsseldorf und Münster sowie der Regi­onalverband Ruhr) nicht nur den formellen Abschluss der Raumordnungsver­fahren, sondern sprechen auch Empfehlungen für die weitere Umsetzung des Projektes aus. Die jetzt beendeten Raumordnungsverfahren sind der erste Teil in einem zweistufigen Zulassungsverfahren für das ZEELINK Leitungsprojekt. Die Prüfung der räumlichen Verträglichkeit des geplanten Leitungsverlaufs er­folgte auf der Basis von raumbedeutsamen Kriterien. Dabei wurden in einem Untersuchungsraum von ca. 10.000 km² auch unterschiedliche Trassenvarian­ten geprüft. Insgesamt wurden für den ca. 215 km langen Antragskorridor etwa 620 km Trassenkorridore untersucht. Die raumordnerische Beurteilung der Be­zirksregierung Münster wird veröffentlicht unter www.brms.nrw.de und der Bezirksregierung Köln unter www.bezreg­koeln.nrw.de.

Basis für die raumordnerischen Beurteilungen waren zum einen die Raumord­nungsunterlagen, zu denen alle Städte, Gemeinden und alle Träger öffentlicher Belange im Zeitraum von Mai bis Juli 2016 aufgefordert wurden, entsprechende Stellungnahmen abzugeben. Zum anderen die darauffolgenden Erörterungs­termine, die im Oktober und November 2016 stattfanden. Die von den beteilig­ten Behörden und Trägern öffentlicher Belange formulierten Hinweise und An­regungen wurden gemäß dem Landesplanungsgesetz daraufhin erörtert.

Der raumgeordnete Korridor wird durch die ZEELINK Projektgesellschaft, einem Gemeinschaftsunternehmen von Open Grid Europe GmbH und Thyssengas GmbH, unter anderem auf 16 öffentlichen Dialogmarkt-Veranstaltungen entlang der geplanten Trasse im Februar und März 2017 allen Interessierten vorgestellt. Termine hierzu sind auf der ZEELINK Projektwebsite unter www.zeelink.de/dialogmaerkte sowie in der Presse veröffentlicht.

„Jetzt, da ZEELINK mit der raumordnerischen Beurteilung einen wichtigen Mei­lenstein genommen hat, möchten wir erneut in eine intensive Diskussion mit der Öffentlichkeit treten, bevor im Spätsommer 2017 das Planfeststellungsverfahren für den Antragskorridor starten soll“, so Franz-Josef Kißing, Projektleiter ZEELINK. „Es ist uns ein großes Anliegen, die Planung und die Errichtung der Erdgasfernleitung gemeinsam mit Städten und Gemeinden, den zuständigen Behörden, den Verbänden sowie mit den Bürgerinnen und Bürgern in einem konstruktiven Dialog zu gestalten“, so Kißing weiter. „Wir erzielen auf diese Weise ein gemeinsames Verständnis für ein bedeutendes Infrastrukturprojekt in unserem Land. Durch diese Transparenz im ZEELINK Projekt wird Akzeptanz bei allen Beteiligten geschaffen.“

 

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Über ZEELINK

Die etwa 215 km lange Erdgasfernleitung ZEELINK ist Teil des Netzentwicklungsplanes Gas 2015 (NEP Gas 2015) und sichert die notwendige Umstellung von L-auf H-Gas. Beide Arten finden in Deutschland Verwendung. Bis 2030 wird der Anteil von L- Gas jedoch aufgrund zurückgehender Fördermengen um etwa 90 Prozent sinken. Das ZEELINK Projekt stellt für Millionen Haushalts-, Gewerbe und Industriekunden die Anbindung an H-Gas sicher. Das Infrastrukturprojekt ZEELINK ist damit von großer Bedeutung für Deutschland und Nordrhein-Westfalen. Der Baubeginn ist für 2019, die Inbetriebnahme für März 2021 geplant. Weitere Infos zum Projekt finden Sie unter www.zeelink.de

Über Open Grid Europe

Open Grid Europe ist einer der führenden Fernleitungsnetzbetreiber Europas mit einem Leitungsnetz von rund 12.000 Kilometern. 1.650 Mitarbeiter sorgen bundesweit für einen sicheren und kundenorientierten Gastransport. Open Grid Europe unterstützt aktiv den europäischen Gasmarkt und schafft in Kooperation mit den europäischen Fernleitungsnetzbetreibern die Voraussetzungen für grenzüberschreitenden Transport und Handel. Mit etwa 704 Mrd. Kilowattstunden (2014) entspricht die Jahresausspeisemenge von Open Grid Europe rund zwei Dritteln des deutschen Erdgasverbrauchs.
Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie unter www.open-grid-europe.com

Über Thyssengas

Die Thyssengas GmbH mit Sitz in Dortmund ist ein konzernunabhängiger Gasnetzbetreiber und zählt zu den führenden deutschen Erdgastransportnetzgesellschaften. In unserem Kerngebiet Nordrhein-Westfalen verfügen wir über sieben Niederlassungen und betreiben ein rund 4.200 Kilometer langes Gastransportnetz. Über dieses weitläufige Transportsystem werden bis zu 100
Milliarden Kilowattstunden Erdgas sicher und umweltschonend zu Verteilnetzbetreibern, Industriebetrieben und Kraftwerken transportiert.